Menschen aus den Haupt-Fluchtländern sind laut eines Zeitungsberichts überdurchschnittlich oft auf Arbeitslosengeld angewiesen. Die arbeitslos Gemeldeten sind demnach besonders oft jung und männlich.

Laut eines Berichts der „Bild“-Zeitung beziehen knapp zwei Drittel (63,7 Prozent) der Flüchtlinge aus den Haupt-Fluchtländern (Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien) Hartz-IV-Leistungen. Von allen in Deutschland lebenden Ausländern erhielten 20,6 Prozent Arbeitslosengeld II, das umgangssprachlich Hartz IV genannt wird. In der Gesamtbevölkerung liege der Anteil bei neun Prozent.

Die rund 150.000 arbeitslos gemeldeten Geflüchteten seien laut Bundesagentur für Arbeit (BA) „überwiegend jung und männlich“, berichtet die Zeitung weiter. Sie kämen „häufig für Jobs in Frage, in denen Sprachkenntnisse nicht die wichtigste Rolle“ spielten. Im November hätten sie vor allem Arbeit in der Logistik, in der Reinigung, als Küchenhelfer und im Verkauf gesucht.

Am Freitag hatte Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer der „Augsburger Allgemeine“ noch behauptet, die Integration von Flüchtlingen in den deutschen Arbeitsmarkt laufe deutlich besser als angenommen. Auch könnten die meisten jungen Migranten angeblich, nach einem Jahr Unterricht so gut Deutsch, dass sie dem Berufsschulunterricht folgen könnten. Die Mehrheit der erwerbstätigen Geflüchteten arbeite in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung und sei somit integriert. Viele Migranten seien „eine Stütze der deutschen Wirtschaft geworden“.