Die Imame der Kölner DITIB-Moschee werden von der Türkei bezahlt. Wie viel finsteres Geld aus dem Ausland finanziert die deutschen Moscheevereine?

Die Bundesregierung will jetzt Klarheit! Ausländische Spender, z.B. Stiftungen aus Golfstaaten, sollen Zahlungen an deutsche Gemeinden neuerdings zur Prüfung anmelden, berichtet die „SZ“.

Bislang sind die Behörden im Blindflug. Eine Auswertung des Bundestages aus dem Mai (Drucksache 028/18) hält fest, wie wenig über die Finanzierung der geschätzt 2600 Moscheen bekannt ist. „Es existieren keine gesicherten Erkenntnisse über Finanzquellen“, schreiben die Experten.

Auf Anfrage gaben zahlreiche Moscheevereine gestern an, ausschließlich über Spenden und Mitgliedsbeiträge finanziert zu werden. Auch der Neubau der Ahmadiiya-Moschee in Erfurt. Dabei sind Einflussnahmen brutaler Regime ganz offensichtlich!

Iran

Der oberste Führer des Iran Ayatollah Khamenei

Das „Islamische Zentrum Hamburg“ (IZH) ist laut Verfassungsschutz das „größte und einflussreichste Zentrum“ des Iran in Deutschland, sein Leiter direkter Stellvertreter des obersten Führers Ayatollah Khamenei in Europa. Laut Bundesregierung schickt der iranische Staat Geld ans IZH – so wie an Terrorgruppen wie die Hisbollah oder die Hamas. Von „inhaltlicher Beeinflussung“ sei auszugehen.

Türkei

Die Religionsbehörde der türkischen Regierung („Diyanet“) schickt und bezahlt Prediger in Gemeinden des Dachverbands DITIB. Das entlastet Gemeinden um 4000 bis 5000 Euro monatlich, so der Ex-DITIB-Chef Bekir Alboga. Auch 21 Schulen sowie zahlreiche Kitas des Predigers und Erdogan-Feindes Fethullah Gülen erziehen deutsche Muslime – und werden komplett von der Sekte bezahlt.

Saudi-Arabien

Der saudische König Salman (r.) und sein Sohn Mohammed bin Salman

Der Verfassungsschutz NRW rechnet mit jährlichen Spenden in zweistelliger Millionenhöhe von Golf-Staaten an deutsche Salafisten, heißt es in der „SZ“. Saudi-Arabien unterstütze dabei mit Bildungs-Stipendien an Salafisten. Vor allem in der von den Saudis finanzierten Bonner König-Fahd-Akademie wurde ein besonders konservativer Islam gelehrt. 2017 schloss Saudi-Arabien die Einrichtung, eine ähnliche Akademie in Berlin wurde nicht mehr verwirklicht.

Kuwait

Das judenfeindliche Regime am Golf soll Millionen für Renovierungen von Moscheen in Berlin und Hamburg gezahlt haben. Ganz ohne Hintergedanken…?

Den Zusammenhang zwischen Moschee- und Terror-Finanzierung belegen auch Ermittlungsakten der Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Geldwäsche und Terror-Finanzierung gegen einen Moscheeverein. Dabei waren anonyme und verschleierte Spenden angeblich für den Erwerb oder Bau einer Moschee entrichtet worden – das Geld aber nachher zum Teil an Kampfgruppen in Syrien weitergeflossen. „Ein typischer Fall“, heißt es in Ermittler-Kreisen.

Die Zwillinge Kevin und Mark K. 2012 in einer DITIB-Moschee in Castrop-Rauxel. Beide schlossen sich ISIS an, starben im Irak für die Terrorgruppe.

Ein Problem mit „radikalen Geldgebern“ sieht CDU-Religions-Experte Christoph de Vries. „Hier brauchen wir nicht nur eine Transparenzoffensive, die die Finanzierungsquellen offenlegt, sondern auch eine schwarze Liste mit gefährlichen Geldgebern, denen der Geldhahn nach Deutschland abgedreht wird.“